Singen, Rhythmus, Tanzen, Musikgeschichte, soziale Hintergründe im frühen Amerika und nebenbei Englisch lernen - Erfahrungsbericht über einen
Blues- und Gospeltag in der Schule
Don't have Angst for English
Janice Harrington ist die „American Oma“, die so authentisch über Musik und deren Geschichte erzählen konnte und die Schüler zur Mitarbeit motivierte. Es ist Janice Harrington und Charles May zu verdanken, dass Gospel Workshops heute in Deutschland bekannt und beliebt sind. Viele Workshops hat sie gestaltet, auf unzähligen Gospelkonzerten gesungen und das „Norddeutsche Gospel and Spiritual-Festival“ gegründet. Ihr Lebensalter ist jenseits der 60 - doch mit ihrer warmen, ausdrucksstarken Stimme und ihrer offenen, herzlichen Persönlichkeit begeistert sie immer noch ihr Publikum.
Für die Schüler es eine neue Erfahrung, dass sich jemand „einfach so“ auf die Bühne stellen und singen kann, A capella, also ohne Band und unterstützende Technik und es „trotzdem“ sehr gut klingt, Ermutigt und angeleitet durch Janice Harrington, trauten sich dann einige Schüler, auf die Bühne zu kommen und mit ihr zu singen.Tanz und Rhythmus ist bei Jugendlichen ohnehin angesagt, umso besser, daß auch rhythmisch geklatscht und Twist getanzt wurde.
Janice Harrington hat das Konzept der Schul-Workshops mit dem Gitarristen Dylan Vaughn entwickelt. Wenn es terminlich möglich ist, nimmt er an den Workshops teil und spielt dann Gitarre, Bass, Perkussion und Afrikanische Trommel. Beginnend mit den frühesten Formen wird die Entwicklung von Blues, Spirituals, Gospel und Jazz bis hin zu aktuellen Formen wie Rap aufgezeigt. Zur Verdeutlichung werden verschiedene Stile gesungen und die dazu passenden Tänze getanzt (Twist and The Electric Slide). Am besten mit den Schülern auf der Bühne, denn die Bewältigung einer Musikaufführung übt den Umgang mit Ängsten, stärkt das Selbstvertrauen, und fördert die Natürlichkeit in der Selbstdarstellung. Die Schüler erhalten Einblick in das Denken und Fühlen anderer Kulturen sowie Informationen über die frühe amerikanische Geschichte.
Das Angebot soll den vorhandenen Musikunterricht der Schulen ergänzen und aufwerten, denn für die Schüler ist nach einem gelungenen Workshop das Fach Musikunterricht positiv besetzt und die Lehrkraft kann einige Ansätze des Workshops im nachfolgenden Unterricht vertiefen. Im Idealfall wird durch einen Workshop die Lust auf das gemeinsame Singen neu erlebt und belebt. Musikerziehung wird heutzutage oftmals unterschätzt. Doch es ist durch neuere Studien erwiesen, dass besonders durch Musikerziehung der Teil der linken Gehirnhälfte auf biochemischer Ebene trainiert wird, welcher das Sprachzentrum enthält. Auf diese Weise kann die Entwicklung "kreativer Schaltkreise" gezielt gefördert werden.
Weitere Informationen:
Zu bestimmten Anlässen kommen Rick Cotton, Tommie Harris und Fontaine Burnette zum Workshop hinzu.
Janice Harrington (04136) 90 06 23
Horst Kortland (Agentur bühnefrei) (04137) 808 77 17
www.buehnefrei.de
Verein zur Förderung der Musikarbeit mit Jugendlichen in Schulen e.V.














